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            <title type="main">Mittwoch, der 21. Oktober 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band61_1981-10-21</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_01">Mittwoch, 21. Oktober 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_02">Die Brotindustrie und das Bäckergewerbe feiert die österr. Brot<lb break="no"/>woche immer durch Präsentation ihrer Produkte, gestern im Minister<lb break="no"/>rat, heute bei den einzelnen Ministern, daher auch selbstverständ<lb break="no"/>lich bei mir. Drei Bäckerlehrlinge, zwei davon Meistersöhne, die<lb/>
einmal das Geschäft ihres Vaters übernehmen wollen, brachten mir<lb/>
drei Brotsimperln mit einer erlesenen Auswahl von Qualitätsware.<lb/>
Das Bäckergewerbe ist eines der wenigen, das sich in der Zweiten<lb/>
Republik auch noch gegen die Industrie gut gehalten hat. Noch gibt<lb/>
es über 3.400 Bäcker und, wenn man so will, nicht einmal ein Dutzend<lb/>
Industriebetriebe in Österreich. Perzentuell sind mehr Industriebe<lb break="no"/>triebe zugrunde gegangen als Bäckermeister. Dies ist meiner Meinung<lb/>
nach, darauf zurückzuführen, daß auch in den Bäckereibetrieben die<lb break="no"/>selben Produktionsmethoden und Maschinen zum Einsatz kommen <choice><choice><sic>als</sic><corr>wie</corr></choice></choice> in<lb/>
den Industriebetrieben. Da ich bei der letzten Wiener Messe fest<lb break="no"/>stellen mußte, daß zum Unterschied von der Welser Messe der aufge<lb break="no"/>stellte Bäckereibetrieb, wie selbst der Innungsvertreter zugeben<lb/>
mußte, sehr schäbig war, aber ich mich über die Ursache erkundigte.<lb/>
Angeblich war dies nicht eine Aktion der Bundesinnung, wie dies in<lb/>
Wels immer der Fall ist, sondern eben von einer abgesplitterten<lb/>
Gruppe der Landesinnung Wien. Zugegeben wurde sofort, daß dies für<lb/>
das Ansehen der Bäckerinnung abträglich ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit GD <rs type="person" ref="#per__115005">Hintschig</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_04">GD <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>, Voest-Alpine, urgiert neuerdings die notwendige Regelung<lb/>
der Exportfinanzierung. Ich berichte ihm, daß ich in der gestrigen<lb/>
Ministerratsvorbesprechung dieses Problem angeschnitten habe. Sts.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97937">Seidel</rs> und Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> sehen keine Möglichkeit, eine ent<lb break="no"/>sprechende Sofortlösung zu finden. <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> befürchtet, daß die Hoch<lb break="no"/>zinspolitik dann zu größeren Auftragsverlusten kommt. Wenn diese<lb/>
Aufträge dann entsprechend abgewickelt werden, wird es weltweit keine<lb/>
Hochzinsen mehr geben. In den 60-er Jahren wäre einmal eine ähnliche<lb/>
Situation gewesen. In der DDR hat die Voest-Alpine jetzt eine Chemie<lb break="no"/>anlage an die Japaner verloren, auch die Franzosen haben dort wesent<lb break="no"/>lich bessere Kreditkonditionen geboten. Die Exportzinsen müßten um<lb/>
0,75 % angehoben werden, 0,7 % hat er im Preis einkalkuliert. Mehr ist<lb/>
nicht drinnen. Auch das große Stahlwerk, 500.000 to, 7 Mrd. S Auftrags<lb break="no"/>volumen mit der Sowjetunion, ist deshalb in Frage gestellt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit GD <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs>, Kontrollbank, verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_06">Drei DDR-Journalisten sind, aus welchem Grund<add>[auch immer?]</add>, eingeladen und haben mich,<lb/>
glaube ich, als ersten Minister, vielleicht auch als einzigen Minister be<lb break="no"/>sucht. Sie interessierten sich ausschließlich für bilaterale Fragen. Ich<lb/>
deutete einige Male an, daß, obwohl sich der Wirtschaftsverkehr zwischen<lb/>
den beiden Ländern jetzt sehr gut entwickelt hat, der Voest-Alpine<lb/>
wegen der Hochzinspolitik Aufträge verloren gehen. Details wollten sie<lb/>
nicht wissen. Sie waren allerdings auch sehr überrascht, als sie von<lb/>
mir sofort schriftliche Unterlagen bekommen haben. Interessanterweise<lb/>
mußte ich mir aber diese schriftlichen Unterlagen zuerst von SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
ausborgen, der die Zusammenstellung der letzten Ex- und Importziffern<lb/>
hatte. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> war selbst sehr überrascht, daß er resp. ich diese Unter<lb break="no"/>lagen nicht bekommen habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Das nächste Mal bitte unbedingt die Zusammenstel<lb break="no"/>lung verlangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_08">Dkfm. <rs type="person" ref="#per__134039">Knoll</rs>, ein Creditanstalt-Bankbeamter, hat in seiner Freizeit schein<lb break="no"/>bar ein einziges Hobby, Wandern. Er hat deshalb ein Familienwandern-in-<lb/>
Österreich-Buch herausgebracht und mir sogar ein Vorausexemplar über<lb break="no"/>geben. Klar war mir nicht, was den Verlag veranlaßt hat, ein Vorausexem<lb break="no"/>plar für mich extra binden zu lassen, dies kostet verhältnismäßig viel<lb/>
Geld und ich kann mir nicht vorstellen, daß der Verlag so dringend die<lb/>
Bilder über die Überreichung braucht. Vielleicht können wir das eine<lb/>
oder andere Exemplar für die ÖFVW erwerben, um sie Spezialjournalisten<lb/>
bei besonderer Gelegenheit zu geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_10">Ein gewisser <rs type="person" ref="#per__134041">James Smith Rooke</rs> erhielt einen verhältnismäßig hohen<lb/>
Orden. Er war Länderbankvertreter in England, Aufsichtsratspräsident<lb/>
der British Oxygen Company und jetzt noch Vortragender der Konsularaka<lb break="no"/>demie in Wien. Er war über die Auszeichnung sehr gerührt, was ich ver<lb break="no"/>stehe, weil sie wirklich im Verhältnis zu Österreichern eine hohe Aus<lb break="no"/>zeichnung ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wer hat diesen Mann vorgeschlagen und für welche<lb/>
Verdienste.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_12">Frau <rs type="person" ref="#per__134040">Swietly</rs>, Besitzerin der Peony Kulturperlen Import und Export Ges.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_13">hatte ich seinerzeit in China kennengelernt. Bei der heurigen Messe hat<lb/>
sie mich um eine Aussprache ersucht, jetzt erklärte sie MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> und mir, daß sie aus persönlichen Differenzen mit dem Salzburger<lb/>
Kontaktmessemanager <rs type="person" ref="#per__134043">Hennhapl</rs> ihren Großhandelsbetrieb am liebsten sper<lb break="no"/>ren möchte. Sie fährt öfters nach China, auch jetzt wieder, und könnte<lb/>
Perlen in größtem Ausmaß umsetzen. Ihre Idee ist aber ein österreichi<lb break="no"/>sches Handelshaus zu errichten. Die Chinesen verkaufen ihre Perlen jetzt<lb/>
in immer stärkerem Maße über z.B. in der Schweiz, aber auch wahrscheinlich<lb/>
bald in Deutschland errichteten Niederlassungen. Hart trifft sie natür<lb break="no"/>lich die 30 %-ige Mehrwertsteuer. Sie war sehr erfreut von mir bestätigt<lb/>
zu bekommen, daß der Finanzminister eine diesbezügliche Änderung beab<lb break="no"/>sichtigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was hat MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> mit ihr ausgemacht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_15">SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> war in unserer jahrzehntelangen Zusammenarbeit das erstemal<lb/>
für mich deutlich sichtbar verärgert über das Verhalten der Staatssekre<lb break="no"/>tär <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs>. Im Zuge der Gewerbeordnungsnovelle hat <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> um,<lb/>
wie sie sagt, nur kleine Änderungen in dieser Novelle durchzusetzen, alle<lb/>
davon betroffenen Ressorts und Ministerialvertreter ins Bautenministerium<lb/>
geladen. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> sagte aus Höflichkeit zu, war das erstemal dort, und<lb/>
erklärte aber sofort, in Hinkunft wird die Gewerbeordnung im Handels<lb break="no"/>ministerium verhandelt. Ich stimme mit ihm hier vollkommen überein und<lb/>
habe deshalb sofort Bautenminister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> angerufen. Diesem erklärte<lb/>
ich, wir werden in Hinkunft die Wohnbauförderung bei uns verhandeln,<lb/>
was ihn natürlich sehr überraschte. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> wußte von dieser Aktivität<lb/>
seiner Staatssekretärin nichts und erklärte mir sofort, dies wird abge<lb break="no"/>stellt. Abgesehen von dem formalen Fehler habe ich dann <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> dar<lb break="no"/>auf aufmerksam gemacht, daß eine ausschließlich nach Umweltschutz ausge<lb break="no"/>richtete Betriebsanlagengenehmigung, wie das Bautenministerium übrigens<lb/>
in der Dampfkesselverordnung weitestgehend gegen meinen Rat durchgesetzt<lb/>
hat, wird es für die Metallarbeiterbetriebe sehr kritisch sein. Als<lb/>
Obmann der Metallarbeitergewerkschaft ist <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> natürlich auch auf<lb/>
diesem Gebiet sehr empfindlich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_16">In der Fraktion des Handelsausschusses, wo ich dann berichtete, hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs>, die mit 2 Beamten erschienen ist, sich dann auch ganz anders<lb/>
verhalten. Erstens fragte sie, ob die Beamten hereinkommen können, die<lb/>
keine Sozialisten sind, weshalb ich dies gleich für die Fraktionsbespre<lb break="no"/>chung entschieden ablehnte. Zweitens stellte sie dann richtig, daß nur<lb/>
<pb n="61-1298" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-10-21_1298.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ganz kleine unwesentliche Änderungen in dieser Gewerbeordnungsnovelle<lb/>
vorgenommen werden sollten, denn der Hauptwunsch wäre ja vom Gesundheits<lb break="no"/>ministerium gekommen, hier hatten aber bereits die persönliche Aussprache<lb/>
von Gesundheitsminister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> mit mir und dann vor allem die hohen<lb/>
Beamten mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> einen solchen Angriff abgeblockt. Das Gesundheitsmi<lb break="no"/>nisterium hat bereits bei den Vorbesprechungen erklärt, auf eine Novellen<lb break="no"/>änderung diesmal zu verzichten. Auch der Vorsitzende der Fraktion und<lb/>
gleichzeitig Obmann-Stellvertreter des Handelsausschusses, Präs. <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlba<lb break="no"/>cher</rs> vom Freien Wirtschaftsverband, erklärte dezidiert, diesmal dürften<lb/>
keine weiteren Änderungen mehr in der Gewerbeordnungsnovelle gegenüber<lb/>
dem Regierungsentwurf vorgenommen werden, da ansonsten eine große Anzahl<lb/>
von weiteren Wünschen, die bereits bei ihm deponiert sind, kommen würden.<lb/>
Da beschlossen wurde, für diese Gewerbeordnungsnovelle auf Wunsch der<lb/>
ÖVP einen Unterausschuß einzuberufen, wurde über die einzelnen Wünsche<lb/>
und weitere Vorgangsweise nicht mehr die Debatte fortgesetzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_17">Das Kernstück dieser Novelle ist, daß wir neben unbedingt notwendigen<lb/>
Änderungen nach fast 10 jährigen inkraft und bestens arbeitenden Gewerbe<lb break="no"/>ordnung<add>[?]</add> die Wünsche der Landeshauptleute bezüglich der Energiemaßnahmen<lb/>
drinnen untergebracht haben. Damit kommt es in der Gewerbeordnung zur<lb/>
erstmaligen Konfrontation mit der Opposition. Bis jetzt haben wir alles<lb/>
fast mit der großen Oppositionspartei einstimmig im Handelsausschuß be<lb break="no"/>schlossen, mit Ausnahme der Kernkraftwerkgesetze, diesmal wird es wahr<lb break="no"/>scheinlich auch wegen des Verlangens der Opposition, alle Energiefragen<lb/>
in die 2/3-Mehrheit Energiegesetzregelung reinzubringen, keine Einstimmig<lb break="no"/>keit geben. Die Gewerbeordnung ist aber eine einfachgesetzliche Rege<lb break="no"/>lung, weshalb beschlossen wurde, daß die Sozialisten sie gegebenenfalls<lb/>
allein beschließen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_18">Im Handelsausschuß wurde als erstes das Übereinkommen über den interna<lb break="no"/>tionalen Handel mit gefährdeten Arten von Tieren und Pflanzen behandelt.<lb/>
Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich oder wurde mir neuerdings in Erinne<lb break="no"/>rung gebracht, daß bei der Verhandlung im Sommer über das österreichisch<lb/>
Durchführungsgesetz vom Handelsministerium ein halbjährlicher Bericht<lb/>
über die Durchführung dieser Gesetze versprochen wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wie kam es zu diesem Wahnsinnshalb<lb break="no"/>jahresberichtbeschluß?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_20">Die FPÖ verlangte bei der Abstimmung über diese Gesetzesvorlage, daß<lb/>
man die Crocodylus porosus<add>[= Leistenkrokodil, Anm.]</add> und Crocodylus cataphractus<add>[= Panzerkrokodil, Anm.]</add> getrennt ab<lb break="no"/>stimmt. Auf Wunsch der Handelskammer wurde nämlich wegen der Krokodil<lb break="no"/><pb n="61-1299" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-10-21_1299.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>taschenerzeuger diese geschützte Art ausgenommen. Der freiheitliche Abge<lb break="no"/>ordnete <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> stimmte deshalb, wie man deutlich ersehen konnte, auf Auftrag<lb/>
dagegen. Ich bemerkte nachher zu ihm, da werden sich aber die Lederta<lb break="no"/>schenerzeuger, sofern sie freiheitliche Wähler sind, sehr bedanken.<lb/>
Präs. <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> meinte, der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender<lb/>
zerfällt sowieso, daher spielt dies auch keine Rolle mehr. <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> argumen<lb break="no"/>tierte nur, er sei ein freier unabhängiger Abgeordneter.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte Krokodilledertaschenunterlagen für Plenum<lb break="no"/>sitzung vorbereiten lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_22">Die Verlängerung über die Nahrungsmittelhilfe und das internationale Wei<lb break="no"/>zenübereinkommen wurden gemeinsam verhandelt. Der Agrarabgeordnete der<lb/>
ÖVP, <rs type="person" ref="#per__117103">Zittmayr</rs>, wollte nur haben, daß die 110 Mio. S, die heuer im Budget<lb/>
vorgesehen sind, im nächsten Jahr 150, übernächstes Jahr 180 Mio. S, nicht<lb/>
beim Landwirtschaftsministerium, sondern BKA als Entwicklungshilfe budge<lb break="no"/>tiert werden. Da das Landwirtschaftsministerium aber die Getreideauf<lb break="no"/>käufe tätigt, soll es, wie mir der Vertreter des Landwirtschaftsministe<lb break="no"/>riums flüsterte, unbedingt dortbleiben. Von einem Ministerialvertreter<lb/>
habe ich sowieso nichts anderes erwartet, als daß er ängstlich besorgt<lb/>
ist, eine Kompetenz oder gar eine Budgetpost zu verlieren. Die Opposi<lb break="no"/>tion, der Landwirtschaftsvertreter wollen meiner Meinung nach eine Ände<lb break="no"/>rung auch nur aus optischen Gründen haben. Sie möchten nicht das Land<lb break="no"/>wirtschaftsbudget mit Entwicklungshilfegelder aufbauschen. Da aber die<lb/>
Beträge so unbedeutend sind, kann ich diese Vorgangsweise eigentlich<lb/>
nicht verstehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_23">Die 10 %-ige Patentgebührenerhöhung mußte auch mit Mehrheit beschlossen<lb/>
werden, weil Abg. <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> von den Freiheitlichen die Patentanwaltswünsche<lb/>
immer wieder vertritt. Die Patentanwaltskammer hat ja seinerzeit gegen<lb/>
die europäische Patentregelung hart polemisiert. Jetzt wurde von <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs><lb/>
auch behauptet, daß das Österr. Patentamt dadurch Schaden erlitten hat.<lb/>
Da die Abg. <rs type="person" ref="#per__122900">Tichy-Schreder</rs> von mir ersuchte,<add>[über]</add> die Entwicklung des europä<lb break="no"/>ischen Patentamtes und insbesondere die Auswirkung auf Österreich einen<lb/>
Spezialbericht zu bekommen, wurde dieser selbstverständlich auch den ande<lb break="no"/>ren Fraktionen zugesagt. <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> kann sich davon überzeugen, daß die Pa<lb break="no"/>tentanwaltskammer unrecht hatte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Vizepräs. <rs type="person" ref="#per__122003">Matterer</rs> hat diesen Bericht zugesagt.<lb/>
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            <pb n="61-1299" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-10-21_1299-01-D.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_25">Die Internationale Energieagentur hat ein Wärmepumpenprogramm, die<lb/>
österreichische Teilnahme muß durch Gesetzesbeschluß genehmigt werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> hat sogar finstre Mächte darin vermutet, dort wird nämlich auf eine<lb/>
amerikanische Marktstudie verwiesen, die jetzt für Wärmepumpen angestellt<lb/>
wird, die erst sehr spät dem Komitee zur Verfügung gestellt wird werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> vermutete darin ein Markthemmnisverheimlichung insbesondere in<lb/>
Entwicklungsländern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte klär die ganze Frage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_27">Für die Gewerbeordnungsnovelle wurde der Unterausschuß 541 eingesetzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_28">Anschließend hat sich der Unterausschuß sofort konstituiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_29">Unmittelbar darauf fand auch eine Unterausschußsitzung über den VP-Mittel<lb break="no"/>standsgesetzentwurf statt. Ich bemerkte nur einleitend, daß wir alle<lb/>
gewünschten Unterlagen geschickt haben, was die Oppositionsparteien auch<lb/>
bestätigten. Neuerdings verlangte Frau Abg. <rs type="person" ref="#per__122900">Tichy-Schreder</rs>, daß man über<lb/>
die sozial kalkulierten Artikel, insbesondere auf <choice><choice><sic>die Verwaltungsgerichts<lb break="no"/>hoferkenntnis</sic><corr>das Verwaltungsgerichtshoferkenntnis? die Verwaltungsgerichtshoferkenntnisse?</corr></choice></choice>, einen Bericht des Handelsministeriums wünscht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte einen solchen umfangreichen Bericht ausar<lb break="no"/>beiten lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_31">Abg. <rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs> wünschte, daß doch über die Finanzfragen mit dem Finanz<lb break="no"/>minister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>, aber auch Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> und mir im Unteraus<lb break="no"/>schuß einmal gesprochen werden sollte. 5 besondere Punkte zählte er auf:<lb/>
Investitionserleichterung, Rücklagenbildung für die Arbeiterabfertigung<lb/>
so wie in der Vergangenheit von 80 % anstelle der vorzeitigen Abschreibung<lb/>
und der Investitionsförderung, die nur ertragsstarken Betrieben zugute<lb/>
kommt, als Ergänzung noch einen Pax-Kredit, d.h. eine Anrechnung von Steu<lb break="no"/>ern, die nicht vom Einkommen abhängig sind, wie Vermögenssteuer, Lohnsum<lb break="no"/>mensteuer, weiters eine bessere Scheingewinnregelung bei Betriebsaufgabe,<lb/>
d.h. Verkauf des Betriebes, letzten Endes dann eine wesentliche Erhöhung<lb/>
der Rechnungslegungspflicht für die Mehrwertsteuer von, wie vorgesehen,<lb/>
400 S resp. überhaupt Herausnahme der Lebensmittelhändler und Nahver<lb break="no"/>sorgungsgewerbebetriebe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_32">Da über die finanziellen Fragen im Handelsausschuß niemals verhandelt<lb/>
wurden, Abg. <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> als Präsident des freien Wirtschaftsverbandes<lb/>
diesbezüglich mit dem Finanzminister schon gesprochen hat, wird diese<lb/>
Frage <choice><choice><sic>doch</sic><corr>noch?</corr></choice></choice> im Finanzausschuß zu behandeln sein. Ich stimme mit <rs type="person" ref="#per__97757">Mühl<lb break="no"/></rs> <pb n="61-1300" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-10-21_1300.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><rs type="person" ref="#per__97757">bacher</rs> vollkommen überein, daß wir im Handelsausschuß versuchen müssen<lb/>
diese kontroversiellen Punkte auch dann, wenn es in einer oder anderen<lb/>
Frage einen Kompromiß gibt, aus dem Handelsausschuß herauszuhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Wie ging die ganze Sache weiter.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_34">Bei der Gesamtvorstandssitzung in Schwechat berichtete ich sehr ausführ<lb break="no"/>lich über die wirtschaftspolitische Situation, die Aussichten im nächsten<lb/>
Jahr und ganz besonders auch die Aktivitäten unserer Gewerkschaft.<lb/>
Abgesehen von den ja bei uns laufenden Lohnbewegungen der einzelnen<lb/>
Gruppen, die sich über das ganze Jahr immer erstrecken, muß jetzt auch der<lb/>
Rahmenkollektivvertrag für die Industriearbeiterinnen und Arbeiterbe<lb break="no"/>schäftigten der Nahrungs- und Genußmittelindustrie neuerdings novelliert<lb/>
und verhandelt werden. Darüber hinaus wird im Rahmen des Sozialministeri<lb break="no"/>ums, auch der Regierung im Einvernehmen mit dem Gewerkschaftsbund und<lb/>
durch Verhandlung mit Sozialpartnern eine Arbeitszeitverkürzung höchst<lb break="no"/>wahrscheinlich durch Urlaubsverlängerung versucht werden. Auch über<lb/>
die Sanierung der Sozialversicherung wurde von mir kurz referiert. Da<lb break="no"/>ran spannte sich eine sehr lange Debatte. Obmann-Stv. <rs type="person" ref="#per__116992">Simperl</rs> hat, nach<lb/>
seiner Meinung vollkommen unschuldig, bei einer Jagdgesellschaft durch<lb/>
eine kleine Verletzung eines Treibers durch ein Schrotkorn unfreiwillig<lb/>
seinen Aufenthalt in Ungarn verlängern müssen. Allen drei Jagdgästen<lb/>
wurde sofort der Paß abgenommen. Durch sofortige Intervention bei der<lb/>
ungarischen LUGA, vor ein paar Wochen war erst eine Delegation Öster<lb break="no"/>reichs dort wieder zu Besuch, <rs type="person" ref="#per__116992">Simperl</rs> war mit dabei, aber vor allem auch<lb/>
durch meine Intervention bei der ungarischen Botschaft in Österreich<lb/>
hat <rs type="person" ref="#per__116992">Simperl</rs> freudestrahlend gleich von Budapest kommend erklärt, nur<lb/>
wir haben ihm rausgeholfen. Anfangs betrachtete er nämlich die zuerst<lb/>
einmal 12-stündige Festhaltung auf dem örtlichen Polizeirevier nur als<lb/>
eine vorübergehende Maßnahme, in weiterer Folge hatte er dann in den 2<lb/>
Tagen bald bemerkt, daß es in Ungarn furchtbar ist, einen Unfall zu<lb/>
verursachen. Es kann passieren, daß Betroffene oder auch nur Verdächtigte<lb/>
wochenlang in Ungarn festgehalten werden, bis durch Gerichtsentscheid die<lb/>
endgültige Verurteilung oder Freispruch erfolgt. Wir waren wirklich<lb/>
alle sehr froh, daß er wieder bei uns war und er wurde auch sehr herz<lb break="no"/>lichst von allen begrüßt. Ich selbst kann nur sagen, was <rs type="person" ref="#per__47175">Raimund</rs> schon<lb/>
in einem Couplet sagt, es gibt nichts Blöderes als die Jagd.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-10-21_35">Abends besuchte ich dann eine Sektionsveranstaltung bei uns in Hütteldorf.<lb/>
GR <rs type="person" ref="#per__132708">Dinhof</rs>, Bez.Obmann von Penzing, mußte in der Sektion meiner Frau refe<lb break="no"/>rieren und Rede und Antwort stehen über die Flötzersteigstraßenlösung. Die<lb/>
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mehrheitlich dafür, daß die Flötzersteigstraße bald gebaut wird. Dagegen<lb/>
sind insbesondere jüngere Leute und ganz besonders natürlich die jungen<lb/>
von Ottakring. Kanzlersohn <rs type="person" ref="#per__117943">Peter Kreisky</rs> war mit einigen erschienen, um<lb/>
zu versuchen, die Hütteldorfer Genossen davon zu überzeugen, daß man nicht<lb/>
die Verkehrsbelastung von Hütteldorf dann mehr oder minder nach Ottakring<lb/>
transferiert. Selbstverständlich war auch der Bürgerinitiator gegen den<lb/>
Flötzersteig aus Hütteldorf anwesend. Zuerst sollte er gar nicht reinge<lb break="no"/>lassen werden, weil es sich nur um eine Parteiveranstaltung handelte. Die<lb/>
jungen Genossen aus Ottakring haben dann aber erklärt, sie sind ihre<lb/>
Gäste, weshalb letzten Endes alle in der Versammlung blieben und dort na<lb break="no"/>türlich dann lange und hart diskutiert wurde. Dies Ganze ist furchtbar<lb/>
emotionell aufgeladen. Selbst der Hinweis, daß die Straße jetzt von den<lb/>
Häusern weggerückt wird, Lärmschutzmaßnahmen in optimalster Weise vorge<lb break="no"/>sehen sind, konnte weder die Bürgerinitiative gegen den Flötzersteig noch<lb/>
die jungen Genossen und schon gar nicht <rs type="person" ref="#per__117943">Peter Kreisky</rs> überzeugen. <rs type="person" ref="#per__132708">Dinhof</rs><lb/>
und er warfen sich wechselseitig demagogisches Argumentieren vor. Das<lb/>
Schlechteste, komme ich immer mehr drauf, ist, wenn solche Projekte, aus<lb/>
welchen Gründen<add>[auch]</add> immer, in die Länge gezogen werden. Durch immer wiederkeh<lb break="no"/>rende Diskussionen, Aussprachen, Protestaktionen und ich weiß nicht, was<lb/>
noch alles, wird dieses Problem weder gelöst, noch trägt es zur Beruhi<lb break="no"/>gung bei. Demokratie ist wirklich eine sehr schwierige Regierungsform.<lb/>
Dennoch war ich von dieser Sitzung sehr beeindruckt, ich glaube, es gibt<lb/>
eben in einer Demokratie keine andere Möglichkeit, als solche Aussprachen<lb/>
abzuführen. Wichtig erscheint mir aber, daß wenn ein gewisser Stand der<lb/>
Diskussion einmal erreicht ist, dann so schnell als möglich die Durch<lb break="no"/>führung resp. der Abschluß dieses Projektes erfolgen muß. Je länger und<lb/>
weiter man nämlich diskutiert, umso schlechter kann es werden.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 21.10.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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