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            <title type="main">Freitag, der 12. Februar 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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                  <idno type="signature">Band63_1982-02-12</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_01">Freitag, 12. Februar 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_02">Die amerikanische Spitalausstatterfirma AMSCO, deren Präs. sollte nach<lb/>
Tagesprogramm sich bei mir wegen Nichtlieferung von Sterilisatoren an<lb/>
das AKH beschweren. Tatsächlich aber ist der amerikanische Präsident<lb/>
dieser Gesellschaft <rs type="person" ref="#per__1137578">Fish</rs> gekommen, um sich zu erkundigen, wie in Öster<lb break="no"/>reich und unter welchen Bedingungen er eine Produktion aufnehmen könnte.<lb/>
Er hat eine Vertreterfirma Schwaiger in Wien, wollte aber Detailinfor<lb break="no"/>mationen vom Handelsministerium. Über diese positive Wendung anstelle<lb/>
der angekündigten Beschwerde, das Interesse in Österreich eine Firma<lb/>
zu gründen, war ich sehr überrascht. Ich sagte ihm daher jedwede Unter<lb break="no"/>stützung zu, MR <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> hat dann mit seinem Vertreter die Details be<lb break="no"/>sprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_03">Bei der Verabschiedung hat <rs type="person" ref="#per__1137578">Fish</rs> mir dann neuerdings erklärt, er käme<lb/>
nach Österreich seit Jahren schon nach Kitzbühel schifahren. Dort, meinte<lb/>
er, bestehe das große Handicap, daß man bei der Hahnenkammbahn 2 Stunden<lb/>
warten muß. Er fragte mich, was er unternehmen könne, damit dieser Zustand<lb/>
sich ändere. Ich konnte ihn nur an den Bürgermeister verweisen, dankte<lb/>
ihm aber, daß er sich so für österreichische Probleme interessiert.<lb/>
Jeder andere amerikanische Gast wäre schon fluchtartig aus Kitzbühel<lb/>
weggegangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte laß prüfen, was gegen diesen unbefriedigen<lb break="no"/>den Zustand unternommen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_05">Bei der Eröffnung der Lagerhalle der Firma Kömmerling erlebte ich auch<lb/>
eine angenehme Überraschung. Diese Firma, Stammsitz in Pirmasens, Deutsch<lb break="no"/>land, vor ein paar Jahren als Handelsgesellschaft gegründet, legt immer<lb/>
mehr Produktionen nach Österreich. Ursprünglich hatten sie mit Schuh<lb break="no"/>bestandteilen insbesondere Absatzproduktion begonnen. Als sie erkannten,<lb/>
daß dies nicht zielführend ist, wie der deutsche Gesellschafter und<lb/>
Manager <rs type="person" ref="#per__1137579">Schmidt</rs> erklärte, sind sie auf Kunststoffenster umgestiegen,<lb/>
jetzt haben sie ein System entwickelt, wo sie Altbausanierungen über<lb break="no"/>nehmen können, ohne daß die Fenster von außen anders aussehen, als die<lb/>
ursprünglichen Holzfenster. Diese neuen Fenster passen sich in Form und<lb/>
im Aussehen ganz den alten an, bilden also einen hervorragenden Ensemble<lb break="no"/>schutz. Die Preise dieser Fenster sind zwar wesentlich höher, doch<lb/>
wenn man dreimal die Fenster lackieren muß und, dies ist bei Altbauten,<lb/>
wie ich aus eigener Erfahrung weiß, sehr bald notwendig, hat man den<lb/>
Preis bereits herinnen. Das Plastik-Aluminium-Fenster hält dagegen eine<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_06">Die Halle selbst ist aber mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, die<lb/>
auf einer Wärmepumpe basiert. Bei meiner Ansprache fragte ich daher<lb/>
humorvoll, ich weiß nicht, in welcher Funktion ich hier bin, als Handels<lb break="no"/>minister, denn es hat eine Handelsfirma sich vor ein paar Jahren gegrün<lb break="no"/>det, als Industrieminister, weil sie jetzt eine sehr geschickte Produk<lb break="no"/>tion aufgenommen haben, als Gewerbeminister, denn diese Firma hat sofort<lb/>
echte Kooperationsverträge mit Klein- und Mittelbetrieben abgeschlossen,<lb/>
die ihre Fenster einbauen. Als Außenhandelsminister, denn mit dem deut<lb break="no"/>schen Mutterwerk werden zweckmäßige Abgrenzungen der Produktion vorge<lb break="no"/>nommen, also einerseits rausexportiert und andererseits wieder Importe<lb/>
getätigt, als Investorenwerber denn selbstverständlich ersuchte ich den<lb/>
Eigentümer und Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__1137579">Schmidt</rs>, er möge doch noch weitere Produk<lb break="no"/>tionen nach Österreich verlegen, was er mir nachher auch sagte, überle<lb break="no"/>gen zu wollen, oder aber als Energieminister, weil hier erstmals eine<lb/>
Wärmepumpe ganz groß eingesetzt wurde. Leider erklärte <add>[ich]</add>, ohne daß ich es<lb/>
wußte, gibt es in Österreich keine zufriedenstellende Wärmepumpenproduk<lb break="no"/>tion, ich muß sogar gestehen, nicht einmal in Europa, sondern hier sind die<lb/>
Japaner führend. Ich war sehr überrascht, als ich dann sofort ersuchte,<lb/>
die Anlage zu besichtigen, tatsächlich eine japanische Wärmepumpe der<lb/>
Firma Hitachi vorfand. Der österreichische Vertreter dieser Firma,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1137580">Kottulinsky</rs>, ein Sohn des mir sehr bekannten ehemaligen Industriellen-<lb/>
Generalsekretärs, erklärte auch sofort, daß tatsächlich nur die Japaner<lb/>
infolge ihrer Leistungen und der Preise federführend sind. Der Leistungs<lb break="no"/>grad ist 1 kWh, ergibt 3 1/2 bis 4 Wärmeeinheiten, die endgültige<lb/>
Kostennutzenrechnung und damit endgültigen Zahlen können erst nach<lb/>
einem Jahr Betriebsdauer erstellt werden. <rs type="person" ref="#per__1137580">Kottulinsky</rs> hat mir versprochen<lb/>
alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Die Energiesektion soll weiter Kontakt<lb/>
mit der Firma halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_08">Die Staatswappenverleihung an Europapier, eine Verkaufsorganisation<lb/>
mit einer Riesenlagerhalle im Industrieansiedlungsgebiet Strebersdorf<lb/>
barg auch wieder gewisse Überraschungen. Zur Feier hatten sich nur<lb/>
etliche Papierfabriksvertreter, die ja diese Gesellschaft bildeten und<lb/>
die 2 Direktoren eingefunden. Zum Glück war ich früher dort und habe<lb/>
beim Betriebsrundgang mit den Kolleginnen und Kollegen gesprochen ins<lb/>
besondere mit dem Betriebsrat der Firma unter 4 Augen. Dieser sagte mir,<lb/>
daß alles in Ordnung ist, er konnte und wollte sich bei mir auch gar<lb/>
nicht beschweren. Ich habe daher die Übergabe sehr formlos gemacht, wenn<lb/>
<pb n="63-0167" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band63/63_1982-02-12_0167.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>man so sagen darf, auch kurz angebunden und bin dann sofort weggefahren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Die Firmen sollten uns den Ablauf einigermaßen<lb/>
schildern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_10">Bei der Direktoriumssitzung der ÖFVW habe ich dann den mit KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs><lb/>
und Dr. <rs type="person" ref="#per__118737">Schimka</rs> von der Handelskammer mir vorgelegten Kompromißvorschlag<lb/>
zur <choice><choice><sic>Statutenhänder</sic><corr>Statutenänderung?</corr></choice></choice> offiziell eingebracht. Dieser fand dann auch allgemei<lb break="no"/>ne Zustimmung womit das Statutenproblem endlich gelöst ist. Dr. <rs type="person" ref="#per__118737">Schimka</rs><lb/>
wollte nur dann noch präzisiert haben, welche Funktionen mein Stellver<lb break="no"/>treter hat, der ja für die nächsten 3 Jahre KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> von der HK<lb/>
ist. Ich erklärte sofort jede Funktion, die ich ausübe nimmt natürlich<lb/>
auch mein Stellverteter, wenn er mich vertritt, wahr. <rs type="person" ref="#per__118737">Schimka</rs> möchte dies<lb/>
doch vielleicht in den Statuten besonders verankert oder zumindestens<lb/>
klar und deutlich sozusagen erläuternd bemerkt haben. Ich habe mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> ein sehr gutes Verhältnis und die HK hat auch gar keine Angst,<lb/>
daß solange wir beide dort sind, die Sache anders läuft als bisher. Die<lb/>
Angst besteht aber, daß wenn ich einmal nicht mehr dort bin und mein<lb/>
Nachfolger sich z.B. für den Fremdenverkehr nicht so interessiert sowie<lb/>
dies auch alle meine Vorgänger bis jetzt getan haben, daß dann eine<lb/>
andere Entwicklung in der ÖFVW Platz greifen könnte. Dies wurde auch<lb/>
klar und deutlich von allen Anwesenden ausgesprochen. Wir haben darüber<lb/>
sehr freimütig diskutiert und ich habe nicht zuletzt erklärt, ich habe<lb/>
Verständnis dafür, denn es könnte sogar ein Handelsminister dann als<lb/>
Obmann der ÖFVW selbst auch nicht sich sehr aktiv einschalten und noch<lb/>
vielleicht sogar verhindern, daß der Stellvertreter dort tätig wird.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> hat mir vertraulich angedeutet, daß sie auch diese Gefahr be<lb break="no"/>sprochen haben. Für mich war interessant und typisch, wie sehr sich<lb/>
die Sektion Fremdenverkehr, vielleicht sogar mit Recht, über meine Nach<lb break="no"/>folge jetzt schon Gedanken macht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_11">Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> berichtet dann über die atb und die ofm, ganz<lb/>
besonders aber über die Bestrebungen des südamerikanischen Reisebüro<lb break="no"/>verbandes COTAL in Österreich seine Europaniederlassung zu errichten.<lb/>
Sie erwarten ein kleines Büro und zwei Angestellte, die beigestellt<lb/>
werden. Ich habe diesbezügliche Briefe an die Handelskammer und an Vize<lb break="no"/>bürgermeister <rs type="person" ref="#per__97899">Fröhlich-Sandner</rs> gerichtet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97899">Sandner</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_13"><rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs> berichtete, daß die Geschäftsführung jetzt MR <rs type="person" ref="#per__1137581">Schuh</rs> als Konsu<lb break="no"/>lent beschäftigt. Dieser Sozialversicherungsfachmann aus dem Sozialmini<lb break="no"/><pb n="63-0168" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band63/63_1982-02-12_0168.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sterium sollte auf unbestimmte Zeit als Konsulent mit 3-monatiger Kündi<lb break="no"/>gung beschäftigt werden. Niemand interessierte sich außer mir, was<lb/>
dafür bezahlt werden muß. <rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs> meinte 7.500 S, dagegen hatte ich nichts<lb/>
einzuwenden, nur verlangte ich, daß dies keinesfalls auf unbestimmte<lb/>
Zeit, sondern höchstens auf 1 Jahr vereinbart werden kann. 145 Angestell<lb break="no"/>te gibt es in unseren Zweigstellen, selbst wenn er jeden einzelnen<lb/>
sehr genau durchleuchtet, seine Sozialversicherungsverhältnisse im Aus<lb break="no"/>land regelt, so kann er damit nicht länger als ein Jahr beschäftigt sein.<lb/>
Mich wunderte, daß MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> davon vorher nichts wußte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was weißt Du von dieser Personalpolitik.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_15">Bezüglich des Hauskaufes in der Margaretenstraße wurde beschlossen, daß<lb/>
jetzt die einzelnen Gruppen Länder, Handelskammer aber auch Bund über<lb/>
die Sonderfinanzierung Überlegungen anstellen sollen. Aus dem laufenden<lb/>
Budget kann das Haus keinesfalls gekauft werden, MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> wird mit dem<lb/>
Finanzministerium bezüglich des Bundesanteiles Gespräche aufnehmen. Mit<lb/>
AIV, unserem Hausherren, wurde eine Verlängerung des Mietvertrages kurz<lb break="no"/>fristig bis zu einem Jahr beschlossen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_16">Die neue Betriebsvereinbarung ist jetzt bis auf alle Details abgespro<lb break="no"/>chen und wird jetzt von der Geschäftsführung finalisiert. Offen ist noch<lb/>
die Frage der Essenbons, wenn sie nämlich in die Betriebsvereinbarung<lb/>
aufgenommen wird, dann ist sie Lohnsteuerpflichtig, gibt es keine<lb/>
schriftliche Vereinbarung dann ist es eine sonstige freiwillige Leistung<lb/>
und bei dem Bezieher steuerfrei.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wird Abteilungsleiter <rs type="person" ref="#per__97693">Lejolle</rs> bei diesen kitzligen<lb/>
Steuerfragen immer eingeschaltet?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_18">Das Dienstverhältnis mit Frau <rs type="person" ref="#per__127905">Schmid</rs> von der Zweigstelle Paris tritt<lb/>
jetzt in eine kritische Phase. Da sie unmöglich diese Zweigstelle wei<lb break="no"/>terführen kann, <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> hat auch erklärt, sie kann auch keine andere<lb/>
Zweigstelle bekommen, wird sie entweder nach Österreich zurückgerufen,<lb/>
wo sie die Anliegen internationaler Organisationen und überregionale<lb/>
Werbegemeinschaft betreuen würde, oder wir könnten einvernehmlich ihr<lb/>
Dienstverhältnis lösen. Ich war wieder überrascht zu erfahren, daß eine<lb/>
Frau Dr. <rs type="person" ref="#per__1137582">Jordan</rs> als Konsulentin diese internationalen Organisationen der<lb break="no"/>zeit betreut. Es wird notwendig, daß uns <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> einmal eine Aufstellung<lb/>
macht, wer aller bei der ÖFVW, wenn ich so sagen kann, mitnascht. Ich<lb/>
wollte nur wegen <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> dieses Problem nicht in der offiziellen Sitzung<lb/>
anschneiden.<lb/>
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ihm anfordern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-02-12_20">Die Zweigstelle Paris wird jetzt ÖFVW-intern ausgeschrieben, dadurch wird<lb/>
es eine Rotation der Zweigstellenleiter geben, die insbesondere von KR<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> sehr begrüßt wird. Ich habe dagegen auch nichts einzuwenden,<lb/>
habe nur klargestellt, daß auf eine Zweigstelle nur jemand kommen kann,<lb/>
der die Sprache dieses Landes perfekt beherrscht. Zustände, wie wir sie<lb/>
im Außenamt haben bei den Botschafterposten, teilweise auch bei der<lb/>
Bundeshandelskammer mit den Handelsdelegierten, lehne ich ganz entschieden<lb/>
ab. Da ich selbst ein sprachliches Gnu bin, weiß ich genau, wie notwen<lb break="no"/>dig es ist, die Landessprache zu kennen. Ich habe dies auch mit aller<lb/>
Deutlichkeit dort erklärt.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 12.2.1982</head>
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